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Mach dich in deinem daSein mit dem Wort "Validation" vertraut

Laut aktuellen Schätzungen des österreichischem Sozialministeriums leben derzeit in Österreich ca. 130.000 Menschen mit der Erkrankung Demenz. Aufgrund des kontinuierlichen Altersanstiegs in der Bevölkerung und den Auswirkungen der Coronapandemie wird sich diese Zahl in den nächsten Jahren deutlich erhöhen.


Deshalb möchte ich dir heute den Begriff "Validation" näher bringen.


Validation ist eine Kommunikationsmethode zum besseren Verständnis von demenzerkrankten Menschen. Mit ihrer Hilfe erhält man Zugang in deren Gefühls- bzw. Innenwelten und erkennt intuitiven Weisheiten der betroffenen Person. Desweiteren lernt man unter Berücksichtigung der Biografie die Bedeutung des "ver-rückten" Verhaltens kennen und die darin ausgedrückten menschlichen Bedürfnisse verstehen.


Diese Form der wertschätzenden, respektvollen Kommunikation wurde von Naomi Feil entwickelt und ihre Anwendung bedarf einer fachgerechten Schulung.

Vereinfacht ausgedrückt steht Validation für: "etwas oder jemanden für gültig erklären".


Neben einer emphatischen Grundhaltung, Einfühlungsvermögen und der Liebe zu Menschen sind folgende Grundsätze wichtige Voraussetzungen für die Durchführung der Validation:

-Akzeptanz: dein Weltbild ist OK - keine Orientierung an der Realität und nicht widersprechen

-Empathie: mit wertschätzendem und einfühlendem Verständnis zur Seite stehen.

-Authentizität:in seinen eigenen Gefühlen echt und ehrlich bleiben.


Besonders für den Umgang mit demenzerkrankten Menschen gilt

folgende Aussage von Naomi Feil:

„Wir müssen lernen in den Schuhen des Anderen zu gehen“.


Menschen mit Demenz - "soSein" in ihrem "daSein".




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